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Donald Trump
45. und 47. Präsident der Vereinigten Staaten
Wesen
Donald John Trump [ˈdɑn.əld dʒɑn tɹɐmp] (* 14. Juni 1946 in New York City) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Er war von 2017 bis 2021 der 45. und ist seit dem 20. Januar 2025 der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Außerdem ist er Unternehmer und ehemaliger Showmaster. Er gilt als einer der umstrittensten Politiker der US-Geschichte und ist der erste Präsident, gegen den zwei Amtsenthebungsverfahren angestrengt wurden und der sich nach seiner ersten Präsidentschaft mit mehreren Strafprozessen konfrontiert sieht – unter anderem wegen Verschwörung gegen die USA. Er ist der erste strafrechtlich verurteilte US-Präsident. Trump leitete von 1971 bis 2017 den Mischkonzern The Trump Organization. Trotz eines geerbten Vermögens und mehrerer Insolvenzen in der Immobilienbranche wurde er zum Sinnbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Ab 2004 wurde er als Gastgeber von The Apprentice populär, einer bis 2015 ausgestrahlten Reality-TV-Sendung. Im Laufe der Jahre unterstützte Trump verschiedene politische Parteien, ist aber seit 1987 mit kurzer Unterbrechung als Mitglied der Republikaner registriert. Als deren Kandidat gewann er die Präsidentschaftswahl 2016 gegen die Demokratin Hillary Clinton. Der Wahlkampf war von Unregelmäßigkeiten gekennzeichnet; seine Kampagne erhielt illegale Unterstützung durch Russland, was später zu einer Sonderermittlung und zu Haftstrafen für Mitglieder seines Wahlkampfteams führte. Er erregte im Wahlkampf mit seinem einfachen Sprachstil, provokanten Äußerungen und radikalen Vorschlägen Aufmerksamkeit. Wahlentscheidend war, dass es Trump trotz zahlreicher Sexismusvorwürfe gegen ihn und offensichtlicher Unwahrheiten gelang, sich als Anwalt der einfachen Leute und der evangelikalen Christen darzustellen. Sein als Trumpismus charakterisierter Politikstil ist eine Mischung aus Populismus, Konservatismus, Autoritarismus, Protektionismus (Neomerkantilismus), Wirtschaftsliberalismus, Nationalismus und Isolationismus. Die erste Präsidentschaft Trumps war von zahlreichen Kontroversen geprägt. Zu den vielen Skandalen in Trumps Amtszeit gehört sein Versuch, Waffenhilfe für die Ukraine von Ermittlungen gegen Hunter Biden, den Sohn Joe Bidens, seines Konkurrenten bei der Präsidentschaftswahl 2020, abhängig zu machen. Daher eröffnete das Repräsentantenhaus im Dezember 2019 das erste Impeachment wegen des Vorwurfs des Machtmissbrauchs und der Behinderung des Kongresses. Ein zweites Verfahren wurde im Januar 2021 wegen Anstiftung zum Aufruhr eingeleitet, wenige Tage nach dem Angriff auf das Kapitol durch einen von Trump aufgehetzten Mob. Beide Verfahren endeten mit formalen Freisprüchen durch den republikanisch dominierten Senat. Ein Untersuchungsausschuss des Kongresses kam im Dezember 2022 hingegen zu dem Schluss, die Erstürmung des Kapitols sei von Trump initiiert worden, um sich verfassungswidrig an der Macht zu halten. Ein von der Nachfolgeregierung eingesetzter Sonderermittler kam zum selben Ergebnis und eröffnete im August 2023 ein Strafverfahren gegen Trump. Im selben Monat klagte ihn der Bundesstaat Georgia u. a. wegen versuchter Wahlbeeinflussung an. Schon im März 2023 war er wegen mutmaßlich gefälschter Geschäftsunterlagen und im Juni wegen der Entwendung von Geheimdokumenten angeklagt worden. Trotz der vielen Skandale und juristischen Anklagen wurde Trump für die Präsidentschaftswahl 2024 erneut zum Kandidaten der Republikaner ernannt. Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Juli 2024 im US-Bundesstaat Pennsylvania verübte ein Mann mit einer Schusswaffe ein Attentat auf Trump. Dieser überlebte den Anschlag mit einer leichten Verletzung an seinem rechten Ohr. Im November 2024 konnte er die Wahl zum US-Präsidenten gegen Kamala Harris, Spitzenkandidatin der Demokratischen Partei, für sich entscheiden. Donald Trump ist damit nach Grover Cleveland der zweite Präsident, dem nach einer Abwahl später eine Wiederwahl gelang.
Michael Jackson
US-amerikanischer Musiker (1958–2009)
Wesen
Michael Joseph Jackson (* 29. August 1958 in Gary, Indiana; † 25. Juni 2009 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Pop-, Soul-, R&B-, Funk-, Disco- und Rocksänger, Tänzer und Songwriter. Er arbeitete auch als Musik- und Filmproduzent sowie Musikmanager. Er gilt mit über 500 Millionen verkauften Tonträgern nach den Beatles als Künstler mit den zweitmeisten verkauften Tonträgern weltweit und erhielt aufgrund seines prägenden Erfolges den Beinamen „King of Pop“. Mit Tänzen wie dem Moonwalk und seinen Musikvideos prägte er auch die visuelle Popkultur nachhaltig. Als achtes Kind der Jackson-Familie trat er bereits 1966 als Siebenjähriger mit den Jackson 5 auf. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem Soloalbum Thriller, das zum bisher meistverkauften Album wurde. Zu seinen weiteren Erfolgen zählen Bad, Dangerous und HIStory, die alle zu den Top 100 der meistverkauften Alben gehören. Mit Blood on the Dance Floor – HIStory in the Mix schuf er das bis heute meistverkaufte Remixalbum. Sein letztes Soloalbum Invincible gilt als bisher teuerstes Album. Das 2026 veröffentlichte Biopic Michael gilt als bisher erfolgreichste Filmbiografie. Ab den späten 1980ern geriet Jackson zunehmend wegen seines veränderten Aussehens, seines exzentrischen Verhaltens und wegen Missbrauchsvorwürfen in die Schlagzeilen. Er starb 2009 an einer Sedativa-Überdosis; der verantwortliche Arzt Conrad Murray wurde wegen fahrlässiger Tötung zu einer Haftstrafe verurteilt. Jacksons Tod löste weltweite Aufmerksamkeit aus – über eine Milliarde Menschen verfolgten die Trauerfeier in den Medien.
Napoleon Bonaparte
Französischer General, Staatsmann und Kaiser
Wesen
Napoleon Bonaparte, als Kaiser Napoleon I. (französisch Napoléon Bonaparte bzw. Napoléon Ier; * 15. August 1769 in Ajaccio auf Korsika als Napoleone Buonaparte; † 5. Mai 1821 in Longwood House auf St. Helena im Südatlantik), war General der Ersten Französischen Republik, Erster Konsul Frankreichs und schließlich Kaiser der Franzosen. Von 1805 bis zu seinem Sturz 1814 war er auch König von Italien und von 1806 bis 1813 Protektor des Rheinbundes. Aus korsischer Familie stammend, stieg Bonaparte während der Französischen Revolution in der Armee auf. Er erwies sich als militärisches Talent ersten Ranges. Vor allem die Feldzüge in Italien und in Ägypten machten ihn populär. Dies ermöglichte ihm, durch den Staatsstreich des 18. Brumaire VIII (9. November 1799), zunächst als einer von drei Konsuln, die Macht in Frankreich zu übernehmen. Während des Konsulats von 1799 bis 1804 und des Ersten Kaiserreichs von 1804 bis 1814 sowie nochmals 1815 stand er einem diktatorischen Regime mit plebiszitären Elementen vor. Durch verschiedene Reformen – etwa die der Justiz durch den Code civil oder die der Verwaltung – hat Napoleon die staatlichen Strukturen Frankreichs bis in die Gegenwart hinein geprägt und die Schaffung eines modernen Zivilrechts in besetzten europäischen Staaten initiiert. Außenpolitisch errang er, gestützt auf die Armee, zeitweise die Herrschaft über weite Teile Kontinentaleuropas. Im Königreich Italien trat er selbst an die Staatsspitze, in anderen Ländern setzte er Familienmitglieder und Vertraute als Monarchen ein. Während es ihm gelang, zeitweise auch Preußen und Österreich in sein Bündnissystem zu zwingen, brachte ihn seine Hegemonialpolitik in einen dauerhaften Konflikt mit Großbritannien und Russland. Durch die von ihm eingeleitete Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurde die staatliche Gestaltung Mitteleuropas zu einer zentralen Frage im 19. Jahrhundert. Während er den Nationalstaatsgedanken anfangs selbst noch außerhalb Frankreichs verbreitet hatte, erschwerte gerade dessen Erfolg, insbesondere in Spanien, Deutschland und Russland, die Konsolidierung der napoleonischen Ordnung in Europa. Auf den für Frankreich katastrophalen Ausgang des Russlandfeldzugs von 1812 folgten die Befreiungskriege, die Erschütterung der französischen Vorherrschaft in Europa und 1814 der Sturz Napoleons. Nach seiner Verbannung auf die Mittelmeerinsel Elba kehrte er 1815 während der Herrschaft der Hundert Tage noch einmal an die Macht zurück. In der Schlacht bei Waterloo endgültig besiegt, wurde er bis zu seinem Lebensende auf die abgelegene, britisch kontrollierte Atlantikinsel St. Helena verbannt.
Adolf Hitler
Deutscher Politiker, von 1933 bis 1945 Diktator des Deutschen Reiches
Wesen
Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn, Österreich-Ungarn; † 30. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft und von 1933 bis zu seinem Tod Diktator des Deutschen Reichs. Ab 1921 war er Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), von 1933 bis 1945 deutscher Reichskanzler, ab 1934 auch Staatsoberhaupt und ab 1938 Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht. Im November 1923 versuchte er mit einem Putsch von München aus die Weimarer Republik zu stürzen. Mit seiner Schrift Mein Kampf (1925/26) prägte er die antisemitische und rassistische, auf Eroberung von sogenanntem Lebensraum ausgerichtete Ideologie des Nationalsozialismus. Hitler wurde am 30. Januar 1933 von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum deutschen Reichskanzler ernannt. Innerhalb weniger Monate beseitigte sein Regime mit Terror, Notverordnungen, dem Ermächtigungsgesetz, Gleichschaltungsgesetzen, Organisations- und Parteiverboten die Gewaltenteilung, die pluralistische Demokratie, den Föderalismus und den Rechtsstaat. Politische Gegner wurden in Konzentrationslagern inhaftiert, gefoltert und ermordet. 1934 ließ Hitler anlässlich des „Röhm-Putsches“ politische Gegner und potenzielle Rivalen in den eigenen Reihen ermorden. Hindenburgs Tod im August 1934 nutzte er, um das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers vereinen zu lassen, und regierte ab da als Führer und Reichskanzler. Die deutschen Juden wurden ab 1933 zunehmend ausgegrenzt und entrechtet, besonders durch die Nürnberger Gesetze vom 15. September 1935, die Novemberpogrome 1938 und die Arisierung von Unternehmen jüdischer Eigentümer. Zudem machten zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen den Juden schrittweise die Teilnahme am wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben unmöglich und beraubten sie ihrer Vermögen und Erwerbsmöglichkeiten. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise und die Massenarbeitslosigkeit ließ er mit einer enormen Ausweitung der Staatsverschuldung bekämpfen: mit Investitionsprogrammen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wie dem Autobahnbau und mit der Aufrüstung der Wehrmacht über das System der Mefo-Wechsel. Zudem führte er einen paramilitärisch organisierten Reichsarbeitsdienst ein. Mit dem zunächst geheimen Aufbau (1934) der Reichsluftwaffe, der Wiedereinführung der Wehrpflicht, der Aufrüstung der Wehrmacht und der Rheinlandbesetzung brach Hitler den Versailler Vertrag. Die nationalsozialistische Propaganda stellte die Wirtschafts-, Sozial- und Außenpolitik als erfolgreich dar und steigerte so bis 1939 Hitlers Popularität. 1938 übernahm er die unmittelbare Befehlsgewalt über die Wehrmacht und setzte den „Anschluss“ Österreichs durch. Über das Münchner Abkommen vom 30. September 1938, das ihm die Angliederung des Sudetenlandes an das Deutsche Reich gestattete, setzte er sich mit der „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ bereits am 15. März 1939 hinweg. Mit dem durch den Abschluss des sogenannten Hitler-Stalin-Pakts vom 23./24. August 1939 mit der Sowjetunion vorbereiteten Überfall auf Polen am 1. September 1939, der vertragsgemäß die Zerschlagung des polnischen Staates und die Aufteilung seines Territoriums unter den Vertragspartnern zum Ziel hatte und auf den bald die sowjetische Besetzung Ostpolens folgte, löste er den Zweiten Weltkrieg in Europa aus. Nach dem Sieg über Frankreich im Westfeldzug vom 10. Mai bis 25. Juni 1940 und dem Beginn der später gescheiterten Luftschlacht um England am 10. Juli 1940 teilte er am 31. Juli 1940 Vertretern des Oberkommandos der Wehrmacht seinen Entschluss mit, die Sowjetunion anzugreifen und gegen sie einen Vernichtungskrieg zur Eroberung von „Lebensraum im Osten“ zu führen. Den am 22. Juni 1941 begonnenen Krieg gegen die Sowjetunion ließ er unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ vorbereiten und führen. Im Zweiten Weltkrieg verübten die Nationalsozialisten und ihre Helfer zahlreiche Massenverbrechen und Völkermorde. Bereits im Sommer 1939 erteilte Hitler die Weisung, die „Erwachseneneuthanasie“ vorzubereiten. Zwischen September 1939 und August 1941 wurden im Rahmen der NS-Krankenmorde unter der Leitung der Zentraldienststelle T4 über 70.000 psychisch kranke sowie geistig und körperlich behinderte Menschen, bis Kriegsende über 200.000 Menschen systematisch ermordet. Hitlers Antisemitismus und Rassismus gipfelte schließlich im Holocaust. In diesem wurden etwa 5,6 bis 6,3 Millionen Juden, im Völkermord an den Sinti und Roma bis zu 500.000 Sinti und Roma ermordet. Weitere Gruppen wurden brutal verfolgt, so soziale Randgruppen, politisch Andersdenkende und „Widerständler“, bekennende Christen bzw. Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Menschen „nichtarischer“ Herkunft. Hitler autorisierte die wichtigsten Schritte des Judenmordes und ließ sich über den Verlauf informieren. Seine verbrecherische Politik führte zu vielen Millionen Kriegstoten und zur Zerstörung weiter Teile Deutschlands und Europas. Er beging am 30. April 1945 im Bunker der Reichskanzlei Suizid, acht Tage später folgte die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht.
Charles de Gaulle
Französischer General und Staatsmann (1890–1970)
Wesen
Charles André Joseph Marie de Gaulle ([ʃaʁl də ɡol] ; * 22. November 1890 in Lille, Département Nord; † 9. November 1970 in Colombey les Deux Églises, Département Haute-Marne) war ein französischer General und Staatsmann. Im Zweiten Weltkrieg führte er den Widerstand des Freien Frankreichs gegen die deutsche Besatzung an. Danach war er von 1944 bis 1946 Präsident der Provisorischen Regierung. Im Zuge des Algerienkriegs wurde er 1958 mit der Bildung einer Regierung als Ministerpräsident beauftragt und setzte eine Verfassungsreform durch, mit der die Fünfte Republik begründet wurde, deren Präsident er von Januar 1959 bis April 1969 war. Die auf ihn zurückgehende politische Ideologie des Gaullismus beeinflusst die französische Politik bis heute.
Lionel Messi
Argentinischer Fußballspieler
Wesen
Lionel Andrés Messi Cuccittini [ljoˈnel anˈdɾes ˈmesi] (* 24. Juni 1987 in Rosario) ist ein argentinischer Fußballspieler. Messi wechselte im Alter von 13 Jahren von den Newell’s Old Boys in die Jugendakademie des FC Barcelona, ehe er 2004 im Alter von 17 Jahren für die Profis debütierte. In den kommenden 17 Jahren erzielte der Offensivspieler, der meist auf dem rechten Flügel oder als hängende Spitze eingesetzt wurde, in 520 Spielen 474 Tore in der Primera División und wurde ihr Rekordtorschütze. Messi gewann mit Barça 35 Titel, darunter viermal die Champions League, zehnmal die spanische Meisterschaft und siebenmal die Copa del Rey. Dabei wurde er sechsmal Torschützenkönig der Champions League, achtmal der Primera División (Pichichi-Trophäe) und viermal der Copa del Rey. Dies brachte ihm sechsmal den Goldenen Schuh der UEFA als „Torschützenkönig Europas“ ein. Nachdem sein Vertrag aus finanziellen Gründen nicht verlängert werden konnte, spielte Messi von 2021 bis 2023 in der französischen Ligue 1 bei Paris Saint-Germain. Seit Mitte Juli 2023 ist er in der Major League Soccer bei Inter Miami aktiv. Auf internationaler Ebene wurde Messi 2005 zunächst Juniorenweltmeister und 2008 Olympiasieger. 2005 debütierte er im Alter von 18 Jahren in der argentinischen Nationalmannschaft, deren Rekordspieler und Rekordtorschütze er heute ist. Er nahm an sechs Weltmeisterschaften (2006, 2010, 2014, 2018, 2022, 2026; Rekord) und sieben Copa Américas (2007, 2011, 2015, 2016, 2019, 2021, 2024) teil. Nach vier verlorenen Endspielen (dreimal Copa América und das WM-Finale 2014) und einem zwischenzeitlichen Rücktritt im Jahre 2016 gewann Messi 2021 sowie 2024 die Copa América und wurde 2022 Weltmeister. Messi ist mit 34 Einsätzen WM-Rekordspieler und belegt mit 21 Toren den 2. Platz der ewigen WM-Torschützenliste, wobei er während der WM 2026 zeitweise auch diesen Rekord innehatte. 2014 sowie beim Titelgewinn 2022 wurde er zum besten Spieler der WM gekürt und ist der bisher einzige Spieler, dem dies mehrmals gelang. 2026 führte Messi sein Land mit acht Toren erneut in das WM-Finale, unterlag jedoch wie schon 2014. Er ist damit neben Cafu der einzige Spieler, der in drei WM-Finals zum Einsatz kam. Anschließend beendete Messi im Alter von 39 Jahren seine Nationalmannschaftskarriere. Messi wurde zwischen 2009 und 2023 achtmal mit dem Ballon d’Or als „Weltfußballer des Jahres“ ausgezeichnet und ist damit der Rekordgewinner der wichtigsten individuellen Auszeichnung für einen Fußballspieler. Zudem ist er mit acht Auszeichnungen der Rekordgewinner bei der Wahl zum FIFA-Weltfußballer des Jahres und wurde zweimal zum UEFA-Spieler des Jahres („Europas Fußballer des Jahres“) gewählt. 2020 wurde Messi in das Ballon d’Or Dream Team gewählt.
Emmanuel Macron
Präsident der Französischen Republik und Kofürst von Andorra
Wesen
Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron (Aussprache [emaˈnɥɛl ʒɑ̃ miˈʃɛl fʁedeˈʁik maˈkʁɔ̃]; * 21. Dezember 1977 in Amiens, Département Somme) ist seit Mai 2017 Staatspräsident der Französischen Republik und Kofürst des Fürstentums Andorra. Er war von 2006 bis 2009 Mitglied der Sozialistischen Partei (Parti Socialiste, PS) und von August 2014 bis August 2016 Wirtschaftsminister im Kabinett Valls II unter Staatspräsident François Hollande (PS). Macron trat mit liberalen Positionen als Kandidat zur französischen Präsidentschaftswahl 2017 mit der von ihm gegründeten Partei En Marche (EM), später La République en Marche (LREM) und seit 2022 Renaissance (RE), an. Bei den Präsidentschaftswahlen im April 2022 wurde er für eine zweite Amtszeit gewählt.
Elisabeth II.
Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland (1926–2022)
Wesen
Elisabeth II. (englisch Elizabeth II; * 21. April 1926 als Elizabeth Alexandra Mary in Mayfair, London; † 8. September 2022 auf Balmoral Castle, Aberdeenshire) aus dem Haus Windsor war von 1952 bis zu ihrem Tod im Alter von 96 Jahren Königin des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland sowie von zuletzt 14 weiteren, als Commonwealth Realms bezeichneten souveränen Staaten einschließlich deren Territorien und abhängigen Gebieten. Darüber hinaus war sie das Oberhaupt des 56 Staaten umfassenden Commonwealth of Nations, Lehnsherrin der britischen Kronbesitzungen sowie weltliches Oberhaupt der anglikanischen Church of England. Elisabeth II. war am Ende ihres Lebens in Personalunion das Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreichs sowie folgender Commonwealth Realms: Antigua und Barbuda, Australien, Bahamas, Belize, Grenada, Jamaika, Kanada, Neuseeland, Papua-Neuguinea, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Salomonen und Tuvalu. Während ihrer Herrschaft veränderte sich die Zahl der Commonwealth Realms, da etliche britische Kolonien nach ihrer Unabhängigkeit zunächst Realms waren und sich erst später zu Republiken erklärten. Daher war Elisabeth II. zeitweilig auch Königin von Barbados, Ceylon, Fidschi, Gambia, Ghana, Guyana, Kenia, Malawi, Malta, Mauritius, Nigeria, Pakistan, Sierra Leone, der Südafrikanischen Union, von Tanganjika, Trinidad und Tobago sowie Uganda. Nur im Vereinigten Königreich übte die Königin ihre fast ausschließlich repräsentativen Rechte und Pflichten persönlich aus. In den übrigen Commonwealth Realms wurde sie durch Generalgouverneure vertreten. In allen Staaten, deren Staatsoberhaupt sie war, wirkte sie als konstitutionelle, parlamentarische Monarchin. Elisabeth II. stand bei ihrer Geburt nach ihrem Onkel David, Prince of Wales, später Edward VIII., und ihrem Vater Albert, Duke of York, später George VI., an dritter Stelle der britischen Thronfolge. Ihr Onkel war zu diesem Zeitpunkt zwar noch unverheiratet und kinderlos, trotzdem war nicht absehbar, dass sie einmal Königin werden würde. Wahrscheinlicher war zu diesem Zeitpunkt, dass sie irgendwann von möglichen Kindern ihres Onkels oder auch einem möglichen Bruder in der Thronfolge verdrängt worden wäre. Erst als ihr Vater 1936 als George VI., nach der Abdankung seines älteren Bruders Edward VIII., den Thron bestieg, übernahm Elisabeth als heiress presumptive (voraussichtliche Thronfolgerin) während des Zweiten Weltkriegs erstmals Aufgaben in der Öffentlichkeit und diente in der Frauenabteilung des britischen Heeres. Am 20. November 1947 heiratete sie ihren Cousin 3. Grades, Prinz Philip von Griechenland. Aus der 73 Jahre andauernden Ehe, die bis zu Philips Tod am 9. April 2021 währte, gingen vier Kinder hervor: Charles (als ältester Sohn inzwischen ihr Nachfolger), Anne, Andrew und Edward. Nach dem Tod ihres Vaters bestieg Elisabeth II. am 6. Februar 1952 den Thron. Die Krönung fand am 2. Juni 1953 in Westminster Abbey statt und war die erste, die im Fernsehen übertragen wurde. Ihre 70 Jahre und 214 Tage währende Herrschaft war eine der längsten der Geschichte. Sie hatte den Thron länger inne als jeder britische Monarch vor ihr und war zum Zeitpunkt ihres Todes das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Bedeutende politische Prozesse während ihrer Herrschaft waren die Entkolonialisierung des Britischen Weltreiches, der Kalte Krieg, der Nordirlandkonflikt und sowohl der Beitritt des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union als auch der Brexit. Trotz zunehmender Kritik der Massenmedien an der Königsfamilie und gewachsener Zustimmung zur republikanischen Staatsform – insbesondere in Australien – genoss die Monarchie unter Königin Elisabeth II. weiterhin breite Akzeptanz in der Bevölkerung.
Barack Obama
44. Präsident der Vereinigten Staaten (2009–2017)
Wesen
Barack Hussein Obama II [bəˈɹɑːk hʊˈseɪn oʊˈbɑːmə] , zwischen ca. 1967 und ca. 1971 auch Barry Soetoro, (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war von 2009 bis 2017 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Obama ist ein auf US-Verfassungsrecht spezialisierter Rechtsanwalt. 1992 schloss er sich der Demokratischen Partei an, für die er 1997 Mitglied im Senat von Illinois wurde. Im Anschluss gehörte er von 2005 bis 2008 als Junior Senator für diesen US-Bundesstaat dem Senat der Vereinigten Staaten an. In den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008 konnte er sich parteiintern äußerst knapp gegen Hillary Clinton durchsetzen. Die Präsidentschaftswahl des Jahres 2008 gewann er dann als Kandidat der Demokraten gegen den Republikaner John McCain. Mit seinem Einzug in das Weiße Haus im Januar 2009 bekleidete erstmals ein Afroamerikaner das Amt des Präsidenten. Bei der Wahl des Jahres 2012 setzte sich Obama gegenüber seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney durch und wurde so für eine zweite Amtszeit bestätigt. Vizepräsident während seiner beiden Amtsperioden war der spätere US-Präsident Joe Biden. Im Dezember 2009 erhielt Obama den Friedensnobelpreis.
Wladimir Wladimirowitsch Putin
Präsident Russlands (1999–2008, seit 2012)
Wesen
Wladimir Wladimirowitsch Putin (russisch Vladimir Vladimirovič Putin [vɫɐˈdʲimʲɪr vɫɐˈdʲimʲɪrəvʲɪtɕ ˈputʲɪn]; * 7. Oktober 1952 in Leningrad, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein russischer Politiker. Vom 31. Dezember 1999 bis 2008 war er und seit 2012 ist er wieder Präsident der Russischen Föderation mit diktatorischen Vollmachten. Von August 1999 bis Mai 2000 sowie von Mai 2008 bis 2012 war Putin Ministerpräsident Russlands. In den Jahren 1975 bis 1990 war er Mitarbeiter des KGB. Er wird für zahlreiche Kriegsverbrechen und andere Straftaten verantwortlich gemacht. Russland entwickelte sich während Putins Machthaberschaft in eine illiberale und pseudodemokratische Richtung; Putin selbst schreibt eine „patriotische“ und zunehmend imperialistische und militaristische Politik vor. Das von vielen Beobachtern als Putinismus bezeichnete Herrschaftssystem wird charakterisiert als autoritär, despotisch, revanchistisch und diktatorisch, seit dem Überfall auf die Ukraine 2022 vermehrt auch als faschistisch. Ein vor seinem Amtsbeginn eingeleiteter wirtschaftlicher Aufschwung und seine aggressive Außenpolitik förderten in der Bevölkerung Putins Popularität, verstärkt durch eine einseitig positive Darstellung seiner Politik in staatsnahen russischen Medien sowie durch Verbote freier Medien und Nichtregierungsorganisationen mit überregionaler Verbreitung. Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 sind die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen zerrüttet, da durch den Bruch der Charta von Paris und anderer Verträge die europäische Friedensordnung offen verletzt wurde. Im Februar 2022 überfiel Russland die Ukraine militärisch. Putin propagiert eine „Bedrohung durch die NATO“ und negiert die Existenz einer eigenständigen ukrainischen Nation. Der von ihm als „Spezialoperation“ bezeichnete Angriffskrieg löste eine Flüchtlingswelle von über sechs Millionen Ukrainern über die Landesgrenze sowie von ca. acht Millionen Vertriebenen im Inland aus. Im März 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen Wladimir Putin wegen begründeten Verdachts auf Verschleppung von ukrainischen Kindern auf russisches Gebiet.
Cristiano Ronaldo
Portugiesischer Fußballspieler
Wesen
Cristiano Ronaldo [kɾiʃti'ɐnu ʁuˈnaɫðu] (* 5. Februar 1985 in Funchal, Madeira; voller Name Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro), oft CR7 genannt, ist ein portugiesischer Fußballspieler. Ronaldo wurde in der Jugendakademie von Sporting Lissabon ausgebildet und mit 18 Jahren von Manchester United unter Vertrag genommen. Nachdem er zu Beginn seiner Karriere im rechten Mittelfeld eingesetzt worden war, wechselte er später auf den linken Flügel und gewann als Starspieler von United unter anderem drei englische Meisterschaften in Folge sowie 2008 die UEFA Champions League. Nach seinem Transfer zu Real Madrid, dem seinerzeit teuersten der Fußballgeschichte, erzielte Ronaldo in über 400 Pflichtspielen im Schnitt mehr als ein Tor pro Spiel. Seit 2015 ist er Rekordtorschütze von Real Madrid. 2014, 2016, 2017 und 2018 errang er mit den Madrilenen vier weitere Champions-League-Titel. Er war der erste Spieler der Champions-League-Ära, dem fünf Titelgewinne gelangen. Ab 2018 spielte Ronaldo bei Juventus Turin und wurde mit der „Alten Dame“ unter anderem 2019 sowie 2020 italienischer Meister. Ende August 2021 kehrte er im Alter von 36 Jahren zu Manchester United zurück. Seit Januar 2023 steht er in Saudi-Arabien bei al-Nassr unter Vertrag. Auf internationaler Ebene debütierte Ronaldo im Alter von 18 Jahren in der portugiesischen Nationalmannschaft. Mit Portugal, das sich zum Zeitpunkt seines Debüts nur für je drei WM- und EM-Turniere hatte qualifizieren können, nahm er in der Folge an je sechs Europameisterschaften (2004, 2008, 2012, 2016, 2021, 2024) und Weltmeisterschaften (2006, 2010, 2014, 2018, 2022, 2026) teil. Dabei führte er die zuvor titellose „Seleção“ als Mannschaftskapitän zum Gewinn der EM 2016 und zum Triumph in der Nations League in den Jahren 2019 und 2025. Ronaldo hält die Weltrekorde für die meisten Länderspieleinsätze, die meisten Länderspielsiege und die meisten Länderspieltore. Er ist der einzige Spieler, der in sechs Weltmeisterschaften jeweils mindestens ein Tor erzielt hat. Darüber hinaus hält er die EM-Rekorde für die meisten Einsätze (30), Tore (14) sowie Torvorlagen (8). Ronaldo wurde fünfmal als Weltfußballer des Jahres und dreimal als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Mit 183 Einsätzen, 140 Toren und 42 Vorlagen hält er die Rekorde für die meisten Spiele, Tore und Assists in der UEFA Champions League, dem prestigeträchtigsten Vereinswettbewerb Europas. Er ist der einzige Fußballer, der in England, Spanien und Italien jeweils die nationale Meisterschaft gewann, als Fußballer des Jahres ausgezeichnet wurde und die Torjägerkrone errang. Darüber hinaus ist Ronaldo der einzige Fußballer, der für vier verschiedene Vereine jeweils mindestens 100 Pflichtspieltore erzielte und in vier unterschiedlichen nationalen Ligen Torschützenkönig wurde. Er hat über 1.300 Pflichtspiele als Profi absolviert – mehr als jeder andere Feldspieler – und für Verein und Nationalmannschaft insgesamt über 970 offizielle Tore erzielt, womit er der erfolgreichste Torschütze in der Geschichte des Fußballs ist. 2020 wurde Ronaldo in das Ballon d’Or Dream Team gewählt.
Victor Hugo
Französischer Poet und Autor (1802–1885)
Wesen
Victor-Marie Vicomte Hugo [viktɔʁ maʁi yˈɡo] (* 26. Februar 1802 in Besançon; † 22. Mai 1885 in Paris) war ein französischer Schriftsteller und Politiker. Er verfasste Gedichte sowie Romane und Dramen und betätigte sich als literarischer, aber auch politischer Publizist. Mehrfach war er als Angehöriger der Pairskammer Abgeordneter oder Senator und damit direkt politisch aktiv. Neben Molière, Voltaire oder Balzac gilt er vielen Franzosen als ihr größter Autor. Sein Schaffen kann teils der Romantik, teils dem Realismus zugeordnet werden.
William Shakespeare
Englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler (1564–1616)
Wesen
William Shakespeare [ˈwɪljəm ˈʃeɪkspɪə] (getauft am 26. April 1564jul. in Stratford-upon-Avon; gestorben am 23. Apriljul. / 3. Mai 1616greg. ebenda) war ein englischer Dichter, Theaterunternehmer und Schauspieler, dessen Dramen zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur gehören. Das überlieferte Gesamtwerk umfasst um 38 Bühnenstücke, sechs Versdichtungen sowie 154 Sonette.
Ludwig XIV.
König von Frankreich und Navarra von 1643 bis 1715
Wesen
Ludwig XIV., französisch Louis XIV (* 5. September 1638 in Schloss Saint-Germain-en-Laye; † 1. September 1715 in Schloss Versailles), war ein französischer Prinz aus dem Haus Bourbon und von 1643 bis zu seinem Tod König von Frankreich und Navarra sowie Kofürst von Andorra. Bereits im Alter von vier Jahren wurde Ludwig XIV. offiziell König; er stand jedoch zunächst unter der Vormundschaft seiner Mutter Anna von Österreich und übte erst nach dem Tod des „Leitenden Ministers“ Jules Mazarin ab 1661 persönlich die Regierungsgewalt aus. Ludwig sicherte dem französischen Königtum die absolute Macht durch den Ausbau der Verwaltung und der Armee, die Bekämpfung der adeligen Opposition (Fronde) sowie die Förderung eines merkantilistischen Wirtschaftssystems. Innenpolitisch rückte er den katholischen Glauben wieder in den Mittelpunkt (la France toute catholique) und widerrief im Edikt von Fontainebleau (18. Oktober 1685) die religiösen und bürgerlichen Rechte der Hugenotten. Gleichzeitig versuchte Ludwig die katholische Kirche in Frankreich dem weltlichen Einfluss des Papsttums zu entziehen (Gallikanismus). Durch eine expansive Außenpolitik und mehrere Kriege (Holländischer Krieg, Pfälzischer Erbfolgekrieg, Spanischer Erbfolgekrieg) löste Ludwig sein Land aus der habsburgischen Umklammerung und festigte Frankreichs Stellung als dominierende Großmacht in Europa. Ludwig XIV. gilt als wichtigster Vertreter des höfischen Absolutismus und Gottesgnadentums. Die von ihm etablierte Hofkultur, deren zentrales Symbol die herausragende Stellung und das prunkvolle Auftreten des Königs war, wurde zum Vorbild für Höfe in ganz Europa. Ludwig förderte Kunst und Wissenschaft, was eine Blütezeit der französischen Kultur zur Folge hatte, die sich in der Literatur in der französischen Klassik und in der Kunstgeschichte bzw. der Architekturgeschichte im Stil Louis-quatorze und im klassizistischen Barock ausdrückte. Bestes Beispiel hierfür ist das von Ludwig erbaute Schloss Versailles, das als Höhepunkt der europäischen Palastarchitektur gilt. Seine Herrschaft markierte eine Blütezeit der Kunst in Frankreich, insbesondere der Literatur, Architektur und Musik. Bekannte Vertreter dieser Zeit sind Lully, Charpentier, Couperin, Molière, Corneille, La Fontaine, Racine, Boileau, Le Vau, Mansart und Le Nôtre, weshalb das 17. Jahrhundert oft als Grand Siècle (Großes Jahrhundert) beschrieben wird. Ludwig XIV. erhielt die Beinamen „Sonnenkönig“ (Roi-Soleil) oder „der Große“ (Louis le grand). Als er am 1. September 1715 nach 72-jähriger Regentschaft starb, war er einer der am längsten herrschenden Monarchen der neuzeitlichen Geschichte.
François Hollande
Jurist, französischer Politiker, Staatspräsident 2012–2017
Wesen
François Gérard Georges Nicolas Hollande [[fʁɑ̃s'wa ɔl'ɑ̃d] ] (* 12. August 1954 in Rouen, Seine-Maritime) ist ein französischer Politiker der Sozialistischen Partei (PS) und war von Mai 2012 bis Mai 2017 Staatspräsident der Französischen Republik. Von 1997 bis 2008 war Hollande Vorsitzender der PS.
Wolfgang Amadeus Mozart
Musiker und Komponist der Wiener Klassik
Wesen
Wolfgang Amadeus Mozart (* 27. Jänner 1756 in Salzburg, Erzstift Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien, Erzherzogtum Österreich), der selbst zumeist den Namen Wolfgang Amadé Mozart führte, war ein Komponist der Wiener Klassik. Er schuf eine Vielzahl von Meisterwerken in so gut wie allen musikalischen Gattungen seiner Zeit und gilt als einer der berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte. Mozart erhielt schon als Kind zusammen mit seiner Schwester Maria Anna Musikunterricht von seinem Vater Leopold Mozart. Ab 1762 unternahm der Vater mit seiner Familie ausgedehnte Reisen durch Westeuropa und Italien, um die „Wunderkinder“ an Höfen von Regenten und in Adelshäusern bekannt zu machen und ihre Karriere zu befördern. Drei Reisen Mozarts mit seinem Vater auf der Suche nach einer einträglichen Stellung in Italien von 1772 bis 1777 blieben ohne Erfolg. Eine Reise, zu der Mozart mit seiner Mutter Anna Maria Mozart im Herbst 1777 aufbrach, führte von München über Augsburg nach Mannheim, wo er die Mannheimer Schule und deren Vertreter kennenlernte, und anschließend nach Paris. Dort starb Mozarts Mutter im Sommer 1778. Ohne berufliche Aussichten musste Mozart zu seinem Vater in das ungeliebte Salzburg zurückkehren, wo er von 1779 bis zum Sommer 1781 am Hof des Erzbischofs Hieronymus von Colloredo das Amt eines Hoforganisten bekleidete. Im Jänner 1781 hatte er in München mit der Premiere seiner Oper Idomeneo einen ersten großen Erfolg. Im Sommer 1781 kam es während eines Aufenthalts in Wien zum Bruch mit dem Erzbischof. Mozart lebte fortan als freischaffender Musiker und Komponist in Wien. Er war überaus erfolgreich, auch finanziell, hatte jedoch bis zu einer Anstellung als k. k. Hof-Musik-Compositeur im Dezember 1787 keinerlei materielle Absicherung. Nachdem er bis zum Frühjahr 1786 besonders mit der Aufführung eigener Klavierkonzerte Triumphe gefeiert hatte, wandte er sich anschließend verstärkt der Komposition von Opern zu. Der Bruch mit Colloredo beeinträchtigte auch die Beziehung zwischen Mozart und seinem Vater. Gegen dessen Willen heiratete Mozart im August 1782 Constanze Weber, mit der ihn bis zu seinem Tod eine innige Beziehung verband. Sie bekamen sechs Kinder, von denen nur die Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang überlebten. 1788 geriet Mozart in eine finanzielle Krise. Um seinen Lebensstandard und den seiner Familie aufrechtzuerhalten, verschuldete er sich unter anderem bei seinem Freund und Logenbruder Johann Michael Puchberg. 1791 verbesserte sich seine Situation infolge gewachsener Popularität wieder. Mozart starb am 5. Dezember 1791 im Alter von 35 Jahren. Sein letztes Werk, das Requiem, konnte er nicht mehr vollenden. Mozart schuf Werke in allen gängigen Gattungen seiner Zeit und verarbeitete in seiner Musik diverse Anregungen, wobei er Gegensätzliches wie Theater- und Instrumentalmusik oder das aktuelle motivische und das barocke kontrapunktische Vorgehen zur Synthese führte, was als „Universalität“ bezeichnet wurde. Trotz der Integration des „gelehrten“ Stils wirkt das Resultat mühelos. Seinen Werken wird eine vollendete Gestaltung auf allen Ebenen zugesprochen. Hervorgehoben wurde eine sprechende Qualität und Dramatik der Formprozesse auch in der Instrumentalmusik. Im Orchester wertete er die Rolle der Bläser auf und erreichte eine für seine Zeit ungewöhnliche klangliche Vielfalt. Besondere Bedeutung hat Mozart für die Entwicklung des Klavierkonzerts und der Oper, wo das Orchester eine größere Rolle spielt als zu seiner Zeit üblich, die Charaktere der Personen musikalisch individualisiert werden, dramatische Ensembleszenen Höhepunkte bilden und die Opera buffa zur anspruchsvollen Gattung wird. Mit Mozarts Opern begann im 19. Jahrhundert die Etablierung eines Repertoires und Kanons. Die Eigenschaften seiner Musik dienten der Definition einer klassischen Epoche der Musik. Erstmals wurde mit Mozart ein bereits verstorbener Komponist zum meistaufgeführten, allerdings wurde er im Konzertbetrieb bald von Ludwig van Beethoven aus dieser Position verdrängt. Im 20. Jahrhundert spielte die Rückbesinnung auf seine Musik eine große Rolle bei der Abwendung von der inzwischen dominierenden Nachfolge Richard Wagners. Die Bekanntheit Mozarts und das Klischee des heiteren Wunderkindes wurden verschiedentlich kommerziell genutzt, aber auch hinterfragt. Runde Mozart-Jubiläen führen weltweit zu diversen Aktivitäten.
Leonardo da Vinci
Italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Ingenieur und Naturphilosoph (1452–1519)
Wesen
Leonardo da Vinci [ˌleoˈnardo da ˈvːintʃi] (* 15. April 1452, vermutlich in Vinci (Toskana); † 2. Mai 1519 auf Schloss Clos Lucé, Amboise; eigentlich Lionardo di ser Piero da Vinci [Sohn des (Mes)ser Piero aus Vinci]) war ein italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Er gilt als einer der berühmtesten Universalgelehrten aller Zeiten. Der Namenszusatz da Vinci ist kein Familienname, sondern ein Verweis auf den Geburtsort Vinci in der Nähe der Stadt Empoli in der heutigen Provinz Florenz. Der Künstler hat den Herkunftsnamen selber in Form der Unterschrift „di Leonardo de Vinci“ verwendet.
Alexander der Große
Makedonischer Feldherr und König (356–323 v. Chr.)
Wesen
Alexander der Große (altgriechisch Ἀλέξανδρος ὁ Μέγας Aléxandros ho Mégas; * 20. Juli 356 v. Chr. in Pella; † 10. Juni 323 v. Chr. in Babylon) war von 336 v. Chr. bis zu seinem Tod als Alexander III. König von Makedonien und Hegemon des Korinthischen Bundes. Alexander dehnte ab 334 v. Chr. die Grenzen des Reiches, das sein Vater Philipp II. aus dem vormals eher unbedeutenden Kleinstaat Makedonien sowie mehreren griechischen Poleis errichtet hatte, durch den sogenannten Alexanderzug und die Eroberung des Achämenidenreichs bis an den indischen Subkontinent aus. Nach seinem Einmarsch in Ägypten wurde er dort als Pharao begrüßt. Auch aufgrund seiner großen militärischen Erfolge wurde das Leben Alexanders ein beliebtes Motiv in Literatur (siehe Alexanderhistoriker) und Kunst, während Alexanders Beurteilung in der modernen Forschung, wie auch schon in der Antike, zwiespältig ausfällt. Mit seinem Regierungsantritt begann das Zeitalter des Hellenismus, in dem sich die griechische Kultur über weite Teile der damals bekannten Welt ausbreitete. Die kulturellen Prägungen durch die Hellenisierung überstanden den politischen Zusammenbruch des Alexanderreichs und seiner Nachfolgestaaten und wirkten noch jahrhundertelang in Rom und Byzanz fort.
Ronald Reagan
US-amerikanischer Schauspieler und Politiker, 40. Präsident der Vereinigten Staaten
Wesen
Ronald Wilson Reagan [ˈɹeɪgən] (* 6. Februar 1911 in Tampico, Illinois; † 5. Juni 2004 in Bel Air, Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und republikanischer Politiker. Von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien und von 1981 bis 1989 der 40. Präsident der Vereinigten Staaten.
The Beatles
Englische Poprockband
Wesen
The Beatles (im Deutschen auch Die Beatles) war eine aus Liverpool stammende britische Beat-, Rock- und Pop-Band in den 1960er Jahren, bestehend aus John Lennon (1940–1980), Paul McCartney (* 1942), George Harrison (1943–2001) und Ringo Starr (* 1940). Mit mehr als 600 Millionen – nach Schätzungen ihrer Plattenfirma EMI sogar mehr als einer Milliarde – verkauften Tonträgern ist sie die erfolgreichste Band der Musikgeschichte. Die musikalischen Ursprünge der Gruppe liegen im Rock ’n’ Roll der ausgehenden 1950er Jahre, in den Stilelemente der Liverpooler Beatmusik einflossen. Ihre erste Single Love Me Do erschien 1962. Den weltweiten Durchbruch schafften die Beatles im Jahr 1963 mit der Single I Want to Hold Your Hand. Aufgrund ihres damals neuartigen Musikstils und ihres öffentlichen Auftretens entwickelten sie sich schnell zu einer der populärsten Bands und wurden zu einer starken schöpferischen Kraft der modernen Popkultur. Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte die Band zwischen 1964 und 1969, als sie zeitweise in fast allen Ländern die Hitparaden anführte. 1970 lösten sich die Beatles aufgrund interner Spannungen auf. Die Musiker verfolgten danach erfolgreich eigene Musikprojekte. Die meisten Stücke der Band stammen von den Songwriting-Partnern Lennon und McCartney, die ihre Songs laut McCartney meist in etwa drei Stunden geschrieben haben. George Harrison ist 22-mal als Songwriter vertreten, Ringo Starr zweimal. Alle vier Beatles wurden im Oktober 1965 zu Members of the British Empire (MBE), dem untersten Rang des britischen Verdienstordens Order of the British Empire, ernannt. Als Arrangeur wirkte auch der Produzent der Beatles, George Martin, entscheidend beim Entstehen derer Werke mit.
Gaius Iulius Caesar
Römischer Staatsmann, Feldherr und Autor (100 v. Chr. bis 44 v. Chr.)
Wesen
Gaius Iulius Caesar (deutsch auch Gaius Julius Cäsar; * 13. Juli 100 v. Chr. in Rom; † 15. März 44 v. Chr. ebenda) war ein römischer Staatsmann, Feldherr und Autor, der maßgeblich zum Ende der Römischen Republik und zu ihrer späteren Umwandlung in eine Monokratie, den sogenannten Prinzipat („Kaiserreich“), beitrug. Der patrizischen Familie der Julier entstammend, absolvierte er die Ämterlaufbahn und gelangte im Jahr 59 v. Chr. zum höchsten politischen Amt, dem Konsulat. Kurz vorher oder während seiner Amtszeit schloss er ein informelles Bündnis mit dem reichen Marcus Licinius Crassus und dem erfolgreichen Militär Gnaeus Pompeius Magnus, das sogenannte Triumvirat. In den folgenden Jahren ging Caesar als Statthalter (Prokonsul) in die nördlichen Provinzen Illyrien sowie Gallia Cis- und Transalpina, von wo aus er in den Jahren 58 bis 51 v. Chr. ganz Gallien eroberte (Gallischer Krieg). Im anschließenden Römischen Bürgerkrieg von 49 bis 45 v. Chr. setzte er sich gegen seinen ehemaligen Verbündeten Pompeius und dessen Anhänger durch und errang die Alleinherrschaft. Ab 46 v. Chr. begann er mit einer grundlegenden Neuordnung des römischen Staatswesens. Kurz nachdem er in diesem Rahmen zum Diktator auf Lebenszeit ernannt worden war, fiel er einem Attentat zum Opfer. Sein Großneffe und Haupterbe Gaius Octavius, der spätere Kaiser Augustus, setzte den Prinzipat als neue Staatsform des Römischen Reiches durch. Caesar gehört zu den bedeutendsten und wirkmächtigsten Politikern der Antike. Der Name Caesar wurde zum Bestandteil der Titulatur aller nachfolgenden Herrscher des römischen Kaiserreichs. In der römischen Spätantike und im Byzantinischen Reich bezeichnete der Titel Caesar einen Mitherrscher oder Thronfolger. In den entlehnten Formen Kaiser und Zar wurde der Name später auch zum Titel der Herrscher des Heiligen Römischen, des Österreichischen, des Deutschen, Bulgarischen, Serbischen und Russischen Reiches.
Hauskatze
Domestizierte Katze
Wesen
Die Hauskatze (Felis catus, Synonym: Felis domestica) ist die Haustierform der Falbkatze. Sie zählt zu den beliebtesten Heimtieren. In der Rassekatzenzucht werden oft nur die Tiere als Hauskatze bezeichnet, die keiner anerkannten Rasse angehören. In Deutschland sind Hauskatzen die am häufigsten gehaltenen Haustiere. Aufgrund ihres Jagdverhaltens sind freilaufende Hauskatzen mancherorts eine Bedrohung der Artenvielfalt und zählen zu den problematischsten invasiven Arten der Welt.
Homer
Mutmaßlicher Autor der Ilias und Odyssee
Wesen
Homer (altgriechisch Ὅμηρος Hómēros, Betonung im Deutschen: Homḗr) gilt traditionell als Autor der Ilias und der Odyssee und damit als frühester Dichter des Abendlandes. Weder sein Geburtsort noch das Datum seiner Geburt oder das seines Todes sind zweifelsfrei bekannt. Es ist nicht einmal sicher, dass es Homer überhaupt gab (siehe auch Homerische Frage). Kontrovers diskutiert wird die Frage, in welcher Epoche er gelebt haben soll. Herodot schätzte, dass Homer 400 Jahre vor ihm gelebt haben müsse; dies entspräche in etwa der Zeit um 850 v. Chr. Andere historische Quellen legen das Wirken Homers in die Zeit des Trojanischen Krieges, der traditionell etwa um 1200 v. Chr. datiert wird. Heutzutage stimmt die Forschung weitestgehend darin überein, dass Homer, wenn es ihn gab, etwa in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts und/oder in der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr. gelebt hat. In der Antike wurden ihm weitere Werke wie die Homerischen Hymnen zugeschrieben, während andererseits immer wieder bezweifelt wird, ob Ilias und Odyssee überhaupt von einer einzigen historischen Person namens Homer verfasst worden sind. Unbestritten ist die unermessliche, bis heute andauernde Wirkung Homers, der schon in der Antike als der Dichter schlechthin galt.
Jacques Chirac
Französischer Politiker, Premierminister und Staatspräsident (1932–2019)
Wesen
Jacques René Chirac (Aussprache: [ʒak ʃi'ʁak] ; * 29. November 1932 in Paris; † 26. September 2019 ebenda) war ein französischer Politiker und von Mai 1995 bis Mai 2007 Staatspräsident Frankreichs. Zuvor war Chirac von 1974 bis 1976 und 1986 bis 1988 Premierminister sowie von 1977 bis 1995 Bürgermeister von Paris (Maire de Paris). Jacques Chirac gründete 1976 die gaullistische Partei Rassemblement pour la République (RPR), die er 2002 in die Mitte-rechts-Sammlungsbewegung Union pour un mouvement populaire (UMP) überführte.