Musik
Kunstgattung, deren Werke aus organisierten Schallereignissen bestehen
Konzept
Musik (gelegentlich auch pl. Musiken; von lateinisch musica, dieses von altgriechisch μουσική mousikḗ) ist eine durch individuelle oder kollektive Praktiken hervorgebrachte Erscheinung der menschlichen Kultur, deren begriffsbestimmende Komponente aus der geplanten oder spontanen Produktion von Schallereignissen besteht. Die Schallereignisse können sukzessiv oder simultan erklingen und folgen dabei oftmals kulturell determinierten Organisationsprinzipien. Dergestalt organisierte Klänge werden nicht nur sinnlich über ihre akustischen Eigenschaften, wie Lautstärke, Klangfarbe, Tonhöhe und Tondauer, sondern je nach kulturellem Kontext und individuellen Erfahrungshorizonten auch als sinnhaft erlebt und durch eine Bezeichnung wie „Musik“ kategorisierbar. Musik kann neben körperlichen Reaktionen auch seelische Empfindungen oder Assoziationen unterschiedlicher Art und Intensität hervorrufen. Die real erklingende oder auch nur innerlich vorgestellte Manifestation von Musik mittels Tönen, Klängen und Geräuschen, wird in zahlreichen Kulturen als eigenständige Kunst mit identitätsstiftenden und ästhetischen Dimensionen aufgefasst, die nach den Erzählungen vieler Völker göttlichen Ursprungs ist oder auf mythologische Schöpfergestalten zurückgeht. Da sich der flüchtige musikalische Schall nur in Zeit entfalten kann, wird Musik im Gegensatz zu den Raumkünsten auch als „Zeitkunst“ bezeichnet. Die Fähigkeit des Menschen, etwas als Musik zu hören und als musikalisch wahrgenommene Schallereignisse von anderen akustischen Reizen unterscheiden zu können, gehört zu den komplexesten Leistungen des menschlichen Gehirns. So können Abfolgen unterschiedlicher Einzeltöne, die sich durch zeitliche Gestaltungsmittel, wie Rhythmus, Metrum und Tempo zu horizontalen Tonkonstellationen zusammenschließen, als Melodie wahrgenommen werden, während aus vokaler und instrumentaler Mehrstimmigkeit vertikale Zusammenklänge aus unterschiedlichen Tonhöhen erwachsen. Wie die Sprache ist die Musik eine Universalie der menschlichen Kultur. Gelegentlich führte die Annahme der Existenz von Universalien der Musikwahrnehmung sogar dazu, der Musik die Eigenschaften einer „universellen Sprache“ zuschreiben zu wollen. Diese Sichtweise lässt jedoch außer Acht, dass die musikalischen Ausdrucksformen der Menschheit mindestens so vielgestaltig sind, wie die menschlichen Sprachen. So lassen sich kulturübergreifende Gemeinsamkeiten meist nur in einigen archetypischen Situationen des menschlichen Empfindens oder Verhaltens (Wiegenlieder, Kinderlieder, Liebeswerben) nachweisen. Musik als Kulturgut war und ist immer auch Gegenstand der geistigen Reflexion, aus der dann auch die verschiedenen Disziplinen der Musikwissenschaft erwachsen konnten. Dabei obliegt beispielsweise die begriffliche Erfassung, systematische Darstellung der Zusammenhänge und deren Deutung der Musiktheorie, während sich die Musikpädagogik mit dem Lehren und Lernen von Musik befasst.
KartenWissen
Musik
Kunstgattung, deren Werke aus organisierten Schallereignissen bestehen
Musik (gelegentlich auch pl. Musiken; von lateinisch musica, dieses von altgriechisch μουσική mousikḗ) ist eine durch individuelle oder kollektive Praktiken hervorgebrachte Erscheinung der menschlichen Kultur, deren begriffsbestimmende Komponente aus der geplanten oder spontanen Produktion von Schallereignissen besteht. Die Schallereignisse können sukzessiv oder simultan erklingen und folgen dabei oftmals kulturell determinierten Organisationsprinzipien. Dergestalt organisierte Klänge werden nicht nur sinnlich über ihre akustischen Eigenschaften, wie Lautstärke, Klangfarbe, Tonhöhe und Tondauer, sondern je nach kulturellem Kontext und individuellen Erfahrungshorizonten auch als sinnhaft erlebt und durch eine Bezeichnung wie „Musik“ kategorisierbar. Musik kann neben körperlichen Reaktionen auch seelische Empfindungen oder Assoziationen unterschiedlicher Art und Intensität hervorrufen. Die real erklingende oder auch nur innerlich vorgestellte Manifestation von Musik mittels Tönen, Klängen und Geräuschen, wird in zahlreichen Kulturen als eigenständige Kunst mit identitätsstiftenden und ästhetischen Dimensionen aufgefasst, die nach den Erzählungen vieler Völker göttlichen Ursprungs ist oder auf mythologische Schöpfergestalten zurückgeht. Da sich der flüchtige musikalische Schall nur in Zeit entfalten kann, wird Musik im Gegensatz zu den Raumkünsten auch als „Zeitkunst“ bezeichnet. Die Fähigkeit des Menschen, etwas als Musik zu hören und als musikalisch wahrgenommene Schallereignisse von anderen akustischen Reizen unterscheiden zu können, gehört zu den komplexesten Leistungen des menschlichen Gehirns. So können Abfolgen unterschiedlicher Einzeltöne, die sich durch zeitliche Gestaltungsmittel, wie Rhythmus, Metrum und Tempo zu horizontalen Tonkonstellationen zusammenschließen, als Melodie wahrgenommen werden, während aus vokaler und instrumentaler Mehrstimmigkeit vertikale Zusammenklänge aus unterschiedlichen Tonhöhen erwachsen. Wie die Sprache ist die Musik eine Universalie der menschlichen Kultur. Gelegentlich führte die Annahme der Existenz von Universalien der Musikwahrnehmung sogar dazu, der Musik die Eigenschaften einer „universellen Sprache“ zuschreiben zu wollen. Diese Sichtweise lässt jedoch außer Acht, dass die musikalischen Ausdrucksformen der Menschheit mindestens so vielgestaltig sind, wie die menschlichen Sprachen. So lassen sich kulturübergreifende Gemeinsamkeiten meist nur in einigen archetypischen Situationen des menschlichen Empfindens oder Verhaltens (Wiegenlieder, Kinderlieder, Liebeswerben) nachweisen. Musik als Kulturgut war und ist immer auch Gegenstand der geistigen Reflexion, aus der dann auch die verschiedenen Disziplinen der Musikwissenschaft erwachsen konnten. Dabei obliegt beispielsweise die begriffliche Erfassung, systematische Darstellung der Zusammenhänge und deren Deutung der Musiktheorie, während sich die Musikpädagogik mit dem Lehren und Lernen von Musik befasst.
Artikel auf Wikipedia lesen ↗Wie diese Werte berechnet werden
Jeder Wert leitet sich aus einer Messung des Artikels ab, ohne manuellen Eingriff. Die folgenden Messungen stammen vom 6. September 2026.
Konzept — Ändert eine Spielregel, solange sie im Spiel bleibt.
Reichweite
Länge des Artikels
109 / 120
Strenge
Dichte und Anzahl der Belege
55 / 120
Verankerung
Alter und Anzahl der Versionen
371 / 400
Aktualität
Jüngste Bearbeitungen und Aufruf-Trend
14 / 30
Verbreitung
Sprachversionen und eingehende Links
98 / 100
Größe des Artikels
140 kB
Angeführte Belege
195
Abschnitte
52
Versionen
6.682
Versionen in 90 Tagen
10
Eingehende Links
12.022
Sprachversionen
243
Aufrufe in 12 Monaten
805.568
Erstellt am
12. November 2001
Wikidata-Aussagen
238
Legendär — 100,0. Perzentil der Bekanntheit
Die Seltenheit ordnet Karten nach der Bekanntheit ihres Themas: Aufrufe, Anzahl der Sprachen und eingehende Links. Diese Stufe erscheint in 1,90 % der aus Boostern gezogenen Karten. Über die Stärke sagt sie nichts — die liegt hier bei 759 von 1000.
Effekt
Diese Karte kämpft nicht selbst: Sie trägt einen einzigen Effekt, bestimmt von ihrem dominanten Messwert.
Wissen — Typvorteile
Stark gegen
Schwach gegen
Der Quellartikel
Diese Karte entspricht dem Wikidata-Objekt Q638, vorhanden in 243 Wikipedia-Sprachversionen.
Abbildung : Datei auf Wikimedia Commons — NASA — Lizenz Public domain. Artikeltext lizenziert unter CC BY-SA 4.0.
Weitere Wissen-Karten
Real Madrid
Fußballverein aus Madrid, Spanien
Konzept
Vietnamkrieg
Militärischer Konflikt in Südostasien (1955–1975)
Konzept
Karte
Medium zur Darstellung eines Gebiets, bspw. der Erdoberfläche
Konzept
Staudamm
Wasserbauwerk in einem Tal zum Aufstau eines Fließgewässers zu einem Wasserspeicher
Gelände