@gafecooloffline
Mitglied seit 3. Oktober 2026
Französische Politikerin (Rassemblement National), MdEP
Wesen
Marine Le Pen [maˈʁin lə̹ˈpɛn] (eigentlich Marion Anne Perrine Le Pen, * 5. August 1968 in Neuilly-sur-Seine, Département Hauts-de-Seine) ist eine französische Politikerin der rechtspopulistischen bis rechtsextremen Partei Rassemblement National (RN), die bis Juni 2018 als Front National (FN) auftrat. Sie war als Nachfolgerin ihres Vaters Jean-Marie Le Pen von 2011 bis 2022 Parteivorsitzende des FN bzw. RN. Seit 2017 ist sie Abgeordnete der französischen Nationalversammlung und dort seit Juni 2022 Vorsitzende der RN-Fraktion. Le Pen kandidierte bei den französischen Präsidentschaftswahlen 2012, 2017 und 2022; bei den zwei letztgenannten gelangte sie in die Stichwahl gegen Emmanuel Macron. Darüber hinaus war sie von 2004 bis 2017 Abgeordnete im Europäischen Parlament und dort von 2015 bis 2017 eine der beiden Vorsitzenden der rechtsradikal-populistischen Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit. Wegen der Zweckentfremdung von EU-Geldern für Parteiarbeit wurde sie am 7. Juli 2026 zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren (davon zwei ausgesetzt zur Bewährung) und der Aberkennung des passiven Wahlrechts für 45 Monate (davon 30 ausgesetzt zur Bewährung) verurteilt. Le Pen will gegen das Urteil Revision einlegen und weiterhin bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren.
Britische Politikerin und Premierministerin des Vereinigten Königreiches (1979–1990)
Margaret Hilda Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven, LG PC OM (* 13. Oktober 1925 als Margaret Hilda Roberts in Grantham, Lincolnshire; † 8. April 2013 in London) war eine britische Politikerin und Staatsfrau. Vom 4. Mai 1979 bis zum 28. November 1990 war sie als erste Frau Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Während ihres Chemiestudiums am Somerville College (Oxford) entschied sich Thatcher 1945/46, politisch tätig zu werden, und kandidierte erstmals 1950 für die Konservative Partei für das Unterhaus. Bei der Unterhauswahl 1959 wurde sie ins Unterhaus gewählt. Von 1970 bis 1974 war sie Ministerin für Bildung und Wissenschaft in der Regierung von Edward Heath. In einer Kampfabstimmung um die Parteiführung besiegte sie ihn im Februar 1975 und blieb bis 1990 Parteiführerin. Nachdem die Konservative Partei die Unterhauswahl 1979 gewonnen hatte, war Thatcher vom 4. Mai 1979 bis zum 28. November 1990 Premierministerin des Vereinigten Königreichs. Sie war die erste Frau in diesem Amt und übte es ohne Unterbrechung länger als jeder andere britische Premierminister des 20. Jahrhunderts aus. Der Sieg des britischen Militärs im Falklandkrieg (1982) zementierte ihren Ruf als „Eiserne Lady“ und war eine wichtige Basis für nachfolgende Wahlsiege der Konservativen. Außenpolitisch lehnte Thatcher sich eng an die USA an (von Januar 1981 bis Januar 1989 war Ronald Reagan US-Präsident) und wählte einen harten antikommunistischen Kurs. Dagegen stand sie nach anfänglicher Sympathie dem fortschreitenden europäischen Einigungsprozess zunehmend feindselig gegenüber, u. a. weil sie eine Dominanz Deutschlands in Europa fürchtete. Unter ihrer Ägide wurden Staatsunternehmen in großem Umfang privatisiert, der Einfluss der britischen Gewerkschaften gebrochen (siehe auch Bergarbeiterstreik 1984/1985); Arbeitsmarktgesetze und der Finanzsektor wurden umfassend flexibilisiert und dereguliert. Thatcher verschob den politischen Mittelgrund in Großbritannien nach rechts und löste damit den britischen Nachkriegskonsens ab, was als bleibendes Erbe auch nach ihrem Rückzug von der politischen Bühne gewertet wird. Thatcher gilt als eine der polarisierendsten politischen Persönlichkeiten der Nachkriegszeit. Von ihren Anhängern verehrt und aufs Podest gehoben, wurde sie von ihren Gegnern verachtet und geschmäht. Sie wurde in vielen Songs, Filmen, Büchern und Theaterstücken der 1980er Jahre als eine prägende Figur dargestellt. Ihre Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik ist oft Thatcherismus genannt worden.
Übernatürliches Wesen, oft Personifizierung des Bösen
US-amerikanischer Politiker; 39. Präsident der Vereinigten Staaten von 1977 bis 1981 (1924–2024)
James Earl „Jimmy“ Carter Jr. (* 1. Oktober 1924 in Plains, Georgia; † 29. Dezember 2024 ebenda) war ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei und Friedensnobelpreisträger. Von 1977 bis 1981 amtierte er als 39. Präsident der Vereinigten Staaten. Carter wuchs im ländlich geprägten Südwesten Georgias in der Ära der „Rassentrennung“ auf einer Erdnussfarm auf und diente danach als Offizier in der United States Navy. Nach dem Tod des Vaters schied er 1953 aus dem Militärdienst aus und übernahm den Familienbetrieb. Nach knapp zehn Jahren als Farmer stieg er in die Politik ein und wurde für die Demokraten in den Senat von Georgia gewählt. Nach einer in den Primaries gescheiterten Kandidatur für die Gouverneurswahl 1966 hatte er ein religiöses Erweckungserlebnis, das ihn in seinem baptistischen Glauben bestärkte. Vier Jahre später wurde er zum Gouverneur Georgias gewählt und blieb bis 1975 in diesem Amt. Trotz eines rechtsgerichteten, am Segregationisten George Wallace orientierten Wahlkampfes um dieses Amt verfolgte er als Gouverneur eine progressive Agenda und verkündete in seiner Antrittsrede das Ende der „Rassentrennung“. Carter profilierte sich in dieser Zeit als einer der führenden Vertreter einer Modernisierung der Südstaaten (New South). Bei der Präsidentschaftswahl 1976 bezwang er in einer Anti-Establishment-Kampagne Gerald Ford, der noch durch die Watergate-Affäre belastet war. Während seiner Präsidentschaft vermittelte Carter das erste Camp-David-Abkommen, das zum Friedensschluss zwischen Ägypten und Israel führte, und schloss mit Panama die Torrijos-Carter-Verträge zur Übergabe des Panamakanals. Zudem handelte er den SALT-II-Vertrag zur Rüstungsbegrenzung mit der Sowjetunion aus und ließ erstmals diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufnehmen, wie sie unter Richard Nixon ausgehandelt worden waren. Das letzte Jahr seiner Präsidentschaft stand außenpolitisch unter dem Zeichen der Geiselnahme von Teheran und der sowjetischen Intervention in Afghanistan. Innenpolitisch engagierte er sich vor allem in der Energie-, Bildungs- und Umweltpolitik, schaffte es jedoch nicht, die USA aus ihrer Wirtschaftskrise zu führen. Dies und die Geiselnahme US-amerikanischer Diplomaten im Iran sowie der gescheiterte Befreiungsversuch hatten zur Folge, dass er nach einer Amtsperiode nicht wiedergewählt und vom Republikaner Ronald Reagan abgelöst wurde. Nach seiner Amtszeit engagierte er sich mit seinem Carter Center vor allem für Menschenrechte, die internationale Vermittlung und Wahlbeobachtung. Dafür sprach ihm das Nobelkomitee 2002 den Friedensnobelpreis zu; daneben betätigte sich Carter als Autor von mehr als 30 Büchern.
Roman von Miguel de Cervantes
Objekt
Don Quijote [dɔnkiˈxoːtə] (Aussprache [ˌdoŋ kiˈxɔte] ; Don Quixote [ˌdoŋ kiˈʃɔte] oder [ˌdoŋ kiˈçɔte] in mittelspanischer, Don Quichotte [dɔ̃ kiˈʃɔt] in französischer Orthografie) ist ein Roman von Miguel de Cervantes. Der erste Teil wurde 1605 veröffentlicht, der zweite 1615. Sein vollständiger Titel lautet El ingenioso hidalgo Don Quixote de la Mancha (deutsch: Der sinnreiche Edelmann Don Quijote von der Mancha). Das berühmteste Buch der spanischen Literatur gilt als erster moderner Roman und ist eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur.