@loulouoffline
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Staat in Nordafrika
Gelände
Tunesien (arabisch تونس, DMG Tūnis; amtlich Tunesische Republik, arabisch الجمهورية التونسية, DMG al-ǧumhūriyya at-tūnisiyya) ist ein Staat in Nordafrika. Er besteht aus 24 Gouvernements. Tunesien hat knapp 12 Millionen Einwohner und zählt mit 78 Einwohnern pro km² zu den weniger dicht besiedelten Staaten. Tunesien grenzt im Norden und Osten an das Mittelmeer (1146 km Küstenlinie), im Westen an Algerien und im Süd-Osten an Libyen. Sein Name ist von dem Namen seiner Hauptstadt Tunis abgeleitet. Tunesien gehört zu den Maghreb-Ländern. Die größte vorgelagerte Insel ist Djerba (514 km²). Das Land ist mit einer Fläche von 163.610 km² ungefähr doppelt so groß wie Österreich. Das Land unterlag im Laufe seiner Geschichte dem Einfluss mehrerer Völker. Seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. war es von den Berbern besiedelt. Um 800 v. Chr. gründeten die Phönizier erste Niederlassungen im tunesischen Küstenstreifen. Die Römer gliederten es in ihre Provinz Africa ein. Das Christentum herrschte in der Folge bis zur Arabisierung ab dem 7. Jahrhundert vor. Eine kulturelle Blütezeit erlebte die Region im 12. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert begann die Herrschaft des Osmanischen Reiches, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts andauerte, als das Land französisches Protektorat wurde. Seine Unabhängigkeit erlangte Tunesien im Jahre 1956. Von 1956 bis 2011 wurde es durchgängig autoritär von der Einheitspartei Neo Destour/RCD regiert. Im Zuge der Revolution wurde eine Verfassunggebende Versammlung gewählt, die 2014 eine neue Verfassung verabschiedete. Tunesien hatte laut dem von der Zeitschrift The Economist veröffentlichten Demokratieindex von 2014 bis 2020 den Status des einzigen demokratischen Landes in der arabischen Welt inne.
Föderaler Staat in Westeuropa
Belgien (amtlich Königreich Belgien, niederländisch , französisch ) ist ein föderaler Staat in Westeuropa. Es liegt zwischen der Nordsee und den Ardennen und grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich. Belgien zählte am 1. Januar 2024 rund 11,8 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.688 Quadratkilometern. Mit 383 Einwohnern pro Quadratkilometer zählt Belgien zu den am dichtesten besiedelten Staaten. Der Grad der Urbanisierung Belgiens ist mit fast 98 Prozent der höchste in Europa. Brüssel ist die Hauptstadt und Sitz der belgischen Königsfamilie, der Föderalregierung sowie Zentrum der Region Brüssel-Hauptstadt. Die bevölkerungsreichste Stadt ist Antwerpen, gefolgt von Gent, Charleroi, Lüttich (Liège) und Brüssel, während Brüssel und die umgebenden Gemeinden mit insgesamt ca. 1,25 Millionen Einwohnern den größten Ballungsraum bilden. Die Region Brüssel-Hauptstadt umfasst die Stadt Brüssel selbst sowie 18 unabhängige kommunale Einheiten; deren Einwohner werden vom Belgischen Statistikamt separat erfasst. Seit der Unabhängigkeit 1830 und Verfassungsgebung 1831 ist Belgien eine parlamentarische Erbmonarchie (siehe auch belgische Monarchie). Die belgische Geschichte reicht allerdings viel weiter zurück: „Belgien ist ein Land mit einem jungen Staat, aber einer langen Geschichte“ (Christoph Driessen). Belgien umfasst vier Sprachgebiete. Der Norden des Landes mit den Flamen ist niederländisches, der Süden mit den Wallonen französisches Sprachgebiet (vgl. Flämische und Französische Gemeinschaft). Die Region Brüssel-Hauptstadt ist offiziell zweisprachig, jedoch heute mehrheitlich frankophon. Im deutschsprachigen Gebiet in Ostbelgien sind Standarddeutsch und westmitteldeutsche Mundarten verbreitet (vgl. Deutschsprachige Gemeinschaft). Der seit dem 19. Jahrhundert anhaltende flämisch-wallonische Konflikt prägt die oft einander zuwiderlaufenden Interessen der Vertreter der beiden großen Bevölkerungsgruppen in der belgischen Politik. Die Sprachgesetzgebung ist eine Folge dieses Konflikts. Seit den 1970er Jahren wird versucht, diesem Problem durch eine Dezentralisierung der Staatsorganisation zu begegnen. Dazu wurde Belgien in einen Bundesstaat, bestehend aus drei Regionen und drei Gemeinschaften, umgewandelt. Die Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt sowie die Flämische, die Französische und die Deutschsprachige Gemeinschaft bilden seither das politische Grundgefüge des Landes. Der Staatsaufbau Belgiens gilt als komplex, da u. a. die Hoheitsgebiete der Regionen mit jenen der Gemeinschaften nicht deckungsgleich sind. So überschneiden sich die Zuständigkeiten der Französischen und der Flämischen Gemeinschaft in der offiziell zweisprachigen Region Brüssel-Hauptstadt, und das kleine Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft gehört zur mehrheitlich französischsprachigen Region Wallonien. Jedoch strebt die Deutschsprachige Gemeinschaft die Ausgliederung aus Wallonien und die Erhebung zur gleichberechtigten vierten belgischen Region neben Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt an. Belgien ist Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der heutigen Europäischen Union (EU), deren wichtigste Institutionen in seiner Hauptstadt Brüssel ihren Sitz haben. Der belgische Staat ist neben den Niederlanden und Luxemburg Mitglied in der Wirtschaftsunion Benelux. Belgien ist ein hochentwickeltes Industrieland. Es liegt weltweit an sechzehnter Stelle beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und im weltweiten Mittelfeld bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Auf sozialer Ebene bietet das Land ein umfassendes Sozialsystem, das seine Bürger in Notlagen absichert.
Staat in Vorderasien
Libanon ([ˈliːbanɔn] oder der Libanon, amtlich: Libanesische Republik; arabisch الجمهورية اللبنانية) ist ein Staat in Vorderasien am Mittelmeer. Er grenzt im Norden und Osten an Syrien und im Süden entlang der Blauen Linie an Israel. Im Westen wird er vom Mittelmeer begrenzt. Der Libanon wird zum Maschrek und zur Levante gerechnet. In ihm lebten 2022 etwa 5,5 Millionen Menschen, knapp die Hälfte davon in der Hauptstadtregion Beirut. Die beiden nächstgrößten Städte sind Tripoli im Norden und Sidon im Süden. Ursprünglich das Land der Phönizier, wurde der Libanon in der Antike wie die gesamte Levante Teil des Reiches Alexanders des Großen, später des Römischen Reiches und im Zuge der islamisch-arabischen Expansion zwischen 634 und 640 n. Chr. Teil der arabischen Welt. Von 1517 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gehörte er zum Osmanischen Reich, ab 1861 in Teilen als autonomer Mutesarriflik Libanonberg. Seine Bevölkerung spricht Arabisch und gehört verschiedenen islamischen und christlichen Bekenntnissen an, wobei der christliche Bevölkerungsteil im Vergleich zu dem in anderen arabischen Ländern besonders hoch ist (schätzungsweise 40 % der Gesamtbevölkerung). Eine bedeutende Minderheit, die in der Geschichte des Libanons eine wesentliche Rolle spielte, sind die Drusen, die etwa 7 % der Bevölkerung bilden. Während des Zweiten Weltkriegs erlangte der Libanon seine Unabhängigkeit von Frankreich, das 1922, nach Auflösung des Osmanischen Reiches, vom Völkerbund das Mandat über Syrien und Libanon erhalten hatte: Im Nationalpakt von 1943 wurde ein politisches System begründet, in dem den Vertretern bestimmter religiöser Gruppen nach einem festen Verteilungsschlüssel im Sinne eines Religionsproporzes Positionen und Ämter zugewiesen werden. 1948 war Libanon am Palästinakrieg beteiligt. Der junge Staat hielt sich rund drei Jahrzehnte stabil und erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung, der ihm den Ruf einer „Schweiz des Nahen Ostens“ einbrachte. Fortwährende Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen entluden sich von 1975 bis 1990 im Libanesischen Bürgerkrieg, währenddessen es zu Besetzungen durch die beiden Nachbarstaaten Syrien und Israel kam. Die innerlibanesischen Frontlinien verliefen hauptsächlich zwischen den Glaubensgemeinschaften und Ethnien (christliche Gemeinschaften, sunnitische und schiitische Muslime, Drusen, Palästinenser) und zwischen rechten und linken Kräften; als Stützpunkt palästinensischer Kämpfer (PLO) war das Land außerdem in den Palästinakonflikt verwickelt, in dem es nach dem Krieg von 1948 eine neutrale Position einzunehmen versuchte. Im Jahr 2000 zogen die israelischen, 2005 die letzten syrischen Besatzungstruppen ab. Danach gewann Libanon ein gewisses Maß an Stabilität zurück, doch wird der fortschreitende Wiederaufbau durch die indirekte Einbindung des Landes in die größeren Konflikte der Region behindert, etwa durch die Verbindungen der libanesischen Schiiten mit der Islamischen Republik Iran (und bis 2024 mit Syrien) sowie der libanesischen Sunniten mit Saudi-Arabien. Die Herrschaft im Süden des Landes übt die islamistische Hisbollah aus, die sich dem Befehl staatlicher Autoritäten entzieht. Seit 2019 befindet sich Libanon in einer schweren Wirtschaftskrise; das Land nahm während des Syrischen Bürgerkriegs vorübergehend circa 1,5 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland auf. Trotz der Krisen gilt Libanon neben Israel als eines der freiesten Länder im Nahen Osten mit einer kulturellen Strahlkraft, die nach wie vor auch ein internationales Publikum anzieht.
Die Niederlande mit Aruba, Curaçao und Sint Maarten
Das Königreich der Niederlande, niederländisch Koninkrijk der Nederlanden, englisch Kingdom of the Netherlands, friesisch Keninkryk fan de Nederlannen, Papiamentu Reino Hulandes, ist ein Staat, der aus den Niederlanden und mehreren Inseln in der Karibik besteht. Der Name ist einerseits der formelle Staatsname der Niederlande, andererseits bezeichnet er die politische Konstruktion, mit der die Niederlande ihre Beziehungen zu den Inseln in der Karibik regeln, die zu den Niederlanden gehören.
Französisches Überseegebiet vor der Küste Kanadas
Saint-Pierre und Miquelon (französisch ) ist ein französisches Überseegebiet (Collectivité d’outre-mer, COM). Die kleine Inselgruppe östlich der kanadischen Küste, etwa 25 Kilometer südlich von Neufundland, ist der letzte Teil der französischen Kolonie Neufrankreich, der noch zu Frankreich gehört. Saint-Pierre und Miquelon hat 5790 Einwohner (Stand 1. Januar 2022). Haupterwerbszweige der französisch sprechenden Bevölkerung sind Fischerei und Tourismus. Die Hauptstadt heißt Saint-Pierre.