sanne_20
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Meister1608Mitglied seit 8. März 2026
Vitrine
Meridian
Längenkreis auf der Erdoberfläche
Konzept
Meridian bezeichnet in der Geographie einen halben Längenkreis, der auf der Erdoberfläche von einem geographischen Pol zum anderen verläuft. Ein Meridian ist die Verbindungslinie aller Orte auf der Erde, an denen die Sonne zur gleichen Zeit ihren mittäglichen Höchststand erreicht, an denen also gleichzeitig Mittag ist. Die Wortherkunft vom lateinischen circulus meridianus („Mittagskreis“) weist auf diesen Zusammenhang hin. Alle Punkte mit gleicher geographischer Länge, also mit dem gleichen „Längengrad“, liegen auf demselben Meridian. Die Termini Längengrad und Meridian bezeichnen also jeweils genau gleiche Linien auf der Erdoberfläche und können daher synonym verwendet werden. Allerdings wird mit dem Begriff des Längengrades der Aspekt der Angabe eines Winkels und mit dem Begriff des Meridians der Aspekt des Sonnenstandes zur Mittagszeit betont. Gelegentlich wird die Bezeichnung Meridian ungenau im Sinne von voller Längenkreis verwendet (Erdmeridianquadrant). Verwechslungsgefahr besteht zudem mit dem Meridianbegriff der Astronomen: Sie nennen den Himmelsmeridian in der Kurzform ebenfalls Meridian, verstehen darunter aber einen speziellen Großkreis an der Himmelskugel.
Jean Castex
Französischer Politiker
Wesen
Jean Castex (* 25. Juni 1965 in Vic-Fezensac, Département Gers) ist ein französischer Spitzenbeamter und Politiker, der vom 3. Juli 2020 bis zum 16. Mai 2022 als französischer Premierminister amtierte und das Kabinett Castex anführte. Er war zuvor Mitglied der Partei Les Républicains, aus der er unmittelbar vor seiner Ernennung austrat, und ab 2008 Bürgermeister der Gemeinde Prades im Département Pyrénées-Orientales im äußersten Süden Frankreichs. Von Ende November 2022 bis Ende Oktober 2025 leitete er den Verkehrsbetrieb RATP. Ende Oktober 2025 wurde er an die Spitze der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF berufen.
Eiben
Gattung der Familie Eibengewächse (Taxaceae)
Wesen
Die Eiben (Taxus) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Eibengewächse (Taxaceae). Die zehn bis elf Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet; in Europa ist die Europäische Eibe (Taxus baccata) als einzige Art heimisch. Die Eibe ist ein Baum, dem oft ein hohes Alter zugeschrieben wird, ohne dass es dafür Beweise gibt. Da die ältesten bekannten Eiben den größten Teil ihres Kernholzes durch Fäulnis verloren haben, ist eine Altersschätzung anhand von Baumringen meist nicht möglich. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass auf den Britischen Inseln Eiben (englisch Yew tree) vorkommen, die 2000 Jahre oder älter sind. Im Foresta Umbra werden ebenso alte Exemplare vermutet. 1994 war die Eibe Baum des Jahres.
Mengenlehre
Teilgebiet der Mathematik
Konzept
Die Mengenlehre (englisch set theory, französisch théorie des ensembles, spanisch teoría de conjuntos) ist ein grundlegendes Teilgebiet der Mathematik, das sich mit der Untersuchung von Mengen, also von Zusammenfassungen von Objekten, beschäftigt. Die gesamte Mathematik, wie sie üblicherweise gelehrt wird, ist in der Sprache der Mengenlehre formuliert und baut auf den Axiomen der Mengenlehre auf. Die meisten mathematischen Objekte, die in Teilbereichen wie Algebra, Analysis, Geometrie, Stochastik oder Topologie behandelt werden, können als Mengen definiert werden. Gemessen daran ist die Mengenlehre eine recht junge Wissenschaft; erst nach der Überwindung der Grundlagenkrise der Mathematik im frühen 20. Jahrhundert konnte die Mengenlehre ihren heutigen, zentralen und grundlegenden Platz in der Mathematik einnehmen.
Saarland
Land der Bundesrepublik Deutschland
Gelände
Das Saarland ([ˈzaːɐ̯lantʰ] ; französisch la Sarre) ist ein Land im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Das kleinste der Flächenländer und hinsichtlich der Einwohnerzahl mit rund einer Million das nach Bremen zweitkleinste Land grenzt im Norden und Osten an das Land Rheinland-Pfalz, im Süden an die französische Region Grand Est mit deren Département Moselle und im Westen an das Großherzogtum Luxemburg. Gemeinsam mit diesen Nachbarn und der belgischen Region Wallonien bildet das Saarland die europäische Großregion (ehemals Saar-Lor-Lux-Region), in der etwa 11,9 Millionen Menschen leben. Das Saarland ist geprägt von einem hohen Industrialisierungsgrad, einer stark ausgebauten Infrastruktur und der historischen sowie geographischen Nähe zu Frankreich. Die Region verzeichnet die höchste grenzüberschreitende Mobilität von Arbeitnehmern der Europäischen Union. Landeshauptstadt, größte Stadt und Oberzentrum des Saarlands ist Saarbrücken. Nach verwaltungs- und staatsrechtlichen Vorformen seit dem 7. Jahrhundert (fränkische Gaugrafschaft Saargau) und dem 17. Jahrhundert (Herzogtum Saarland, Saarprovinz und Saardepartement) entstand das Saarland am 10. Januar 1920 als politische Einheit Saar(becken)gebiet (Territoire du Bassin de la Sarre) infolge des Versailler Vertrages. Es wurde aus der Staatsgewalt der Weimarer Republik ausgegliedert und bestand unter erstmaliger Zusicherung eines staatsrechtlichen Eigenlebens 15 Jahre mit eigener Verfassung und mit der vom Völkerbundsrat ernannten internationalen Regierungskommission als Völkerbundsmandat. Auf Drängen der Bevölkerung wurde 1922 ein Landesrat als beratende Volksvertretung eingerichtet. 1935 wurde das Saargebiet nach der im Vertrag vorgesehenen Saarabstimmung aufgrund von rund 90-prozentiger Zustimmung als Reichsland Saarland wieder ins Deutsche Reich, damals unter nationalsozialistischer Regierung, zurückgegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Saarland nach der Schaffung des Regierungspräsidiums Saar kurzzeitig Teil der französischen Besatzungszone, ehe es von Frankreich daraus ausgegliedert und der Zuständigkeit des Alliierten Kontrollrates entzogen wurde. Eine vollständige Annexion des Gebietes an der Saar durch Frankreich nach den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts verhinderten insbesondere die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika sowie des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirland – in letzterem Fall zusätzlich die Regierung der Sowjetunion. So kam es zur Bildung einer eigenen saarländischen Staatsregierung und der Inkraftsetzung der Verfassung des Saarlandes am 15. Dezember 1947, die auf die Schaffung eines formell autonomen Saarstaates zielten. Verfassungsautonomie, Selbstregierung sowie Selbstverwaltung waren aber durch die französische Oberherrschaft beschränkt. Das Saarland war ab 1950 assoziiertes und ab 1951 ordentliches Mitglied des Europarats. Im Folgejahr 1951 trat es als Teil der saarländisch-französischen Wirtschaftsgemeinschaft der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion) bei. Nach der Ablehnung des Europäischen Statutes für das Saarland bei der Volksbefragung am 23. Oktober 1955 kam es zu einer partiellen Verfassungsrevision sowie zu neuen Verhandlungen, nach denen das Saarland am 1. Januar 1957 als zehntes Land der Bundesrepublik Deutschland politisch beitrat. Der vollständige wirtschaftliche Beitritt erfolgte am 6. Juli 1959 (im Volksmund „Tag X“).
Statistiken
- 176Gewöhnlich
- 72Ungewöhnlich
- 145Selten
- 58Episch
- 26Legendär
- 9Mythisch
- 2Prisma